Zahlen - aber bitte nicht einmischen
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Die Podiumsdiskussion lässt erahnen, wer nicht über die Verwendung der Studiengebühren mitentscheiden soll: die Gebührenzahler selbst, schreibt in ihrem Kommentar InDOpendent-Mitarbeiterin Lana Stille.
Und dass, obwohl der Rektor zunächst „völlig d'accord" war mit der Forderung nach Transparenz und Mitbestimmung. „Au cotraire" dachte sich da wohl der Prorektor für Finanzen, Wolfram Richter.
Er befürchtet Chaos und Streitigkeiten, wenn die Interessen der Studierenden berücksichtigt werden. Vielmehr wünscht er sich „eine klare Verantwortung". Ein von Studenten mitbestimmtes Gremium, das über die Verwendung der Studiengebühren entscheidet? Nein das geht nun wirklich nicht! Da könnte doch die reinste Anarchie ausbrechen.
Aber wie passt es zusammen, wenn er gleichzeitig von Studierenden als Kunden spricht? Wenn die Uni ein Dienstleister sein will, dann wohl einer, den die Wünsche seiner Kunden herzlich wenig interessieren. Denn woher um Himmels Willen will der Dienstleister wissen, was seine Kunden wollen, wenn er sie nicht fragt?
Egal. Nach dem Motto „es wird gegessen, was auf den Tisch kommt" sollen die Studierenden sich bitte nicht einmischen. Warum auch? So ist es einfacher, sicherer und bequemer für die Unileitung. Stimmt ja!, fiel Rektor Becker ein, und ruderte nach den Aussagen seines Prorektors zurück - man will ja nicht zuviel versprechen. Trés rücksichtslos.
FOTO: InDOpendent
