| TOEFL – der Zugang zu amerikanischen Unis | ||||
(eldoradio) Vom TOEFL-Test haben viele schon einmal gehört. Aber was das eigentlich ist und wozu es den Test gibt – das erfahren die meisten erst, wenn es darum geht ein Semester im englischsprachigen Ausland zu verbringen.
Vor allem Hochschulen in den USA verlangen einen TOEFL, bevor sie ausländische Studierende zum Studium zulassen. Das Ergebnis des Tests soll Auskunft darüber geben, wie gut der Student sich in einem englischsprachigen akademischen Umfeld verständigen kann. Um das zu ermitteln, werden bislang das Leseverständnis, das Hörverständnis, grammatikalische Kenntnisse und das Verfassen von Texten geprüft. Diese Fertigkeiten kann man im so genannten computer-based Test in Testzentren oder bei einem paper-based Test an wechselnden Orten unter Beweis stellen.
Alles wird einfacher ab dem 22. Oktober
Wer im Moment aus Dortmund einen TOEFL-Test am Computer ablegen will, muss dafür extra nach München, Berlin oder Frankfurt reisen. Denn nur hier stehen die deutschen Testzentren für den computer-based Test (CBT). In Zukunft wird das einfacher, denn am 22. Oktober 2005 wird in Deutschland der internet-based TOEFL-Test (iBT) eingeführt. Es gibt noch mehr Neuerungen. Das bestehende Netzwerk von bislang etwa hundert Testzentren soll innerhalb der nächsten Monate, um mehrere Tausende erweitert werden. Damit könnte es bald auch ein Zentrum in der Nähe von Dortmund geben, hofft Silke Olmscheid vom Akademischen Auslandsamt der Uni.
Neue Anforderungen beim TOEFL
Nicht nur die Möglichkeiten den Test abzulegen ändern sich. Auch inhaltlich wird der TOEFL erweitert. Ab Oktober wird neben dem Hören, Lesen und Schreiben auch das Sprechen getestet. Sinn dieser Änderung soll sein, die Sprachfertigkeiten der Studenten noch genauer einschätzen zu können um die erfolgreiche Teilnahme an Seminaren im englischsprachigen Ausland zu sichern.
Mit einem erfolgreich bestandenen TOEFL-Test werden gute Englischkenntnisse bezeugt und angeblich die Aussicht auf sprachlichen Erfolg im Ausland bewiesen. Dafür lohnt sich die Investition von 140 US-Dollar Testgebühr. Der Haken an der Sache ist nur, dass der TOEFL nach zwei Jahren verfällt und man ihn dann wiederholen muss.
Tipps zum TOEFL
Falls man in ein Testcenter geht, ist es ratsam, sich mit den Abläufen und Anforderungen im Center vertraut zu machen, denn die Regelungen sind sehr streng. In den Testraum darf man beispielsweise keine Getränke oder Glücksbringer mitnehmen. Außerdem werden die Teilnehmer während der Dauer des gesamten Tests von dreieinhalb Stunden von einer Kamera aufgezeichnet. Da kann man sich fragen, was das größere Abenteuer ist – das Auslandssemester oder der Tag im TOEFL-Testcenter.
Wegen der begrenzten Gültigkeit, sollte man den TOEFL übrigens nur machen, wenn er explizit verlangt wird. Um sich für den Test vorzubereiten, gibt es zahlreiche Literatur und Übungs-CDs, die einen Eindruck davon vermitteln, was einen am Testtag erwartet. Auch beim Akademischen Auslandsamt kann man sich informieren und Unterstützung bekommen.
Fotos: Evamaria Müller | ||||
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