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Clubtour im Duett

Der Drummer von Nova

(eldoradio) Die Campusradios in NRW hatten gemeinsam mit Astra Kid und Nova International nach Bochum geladen. Rund 150 Fans folgten am Samstag diesem Aufruf. Einige von ihnen waren für das Konzert in Bochum extra aus Augsburg angereist. Keiner der rund 150 Menschen im Publikum dürfte es bereut haben. Die beiden Bands boten ihren Fans Acoustic-Sessions der besonderen Art.

 

Sinn und Zweck der kleinen Clubtour sollte es sein, die neuen Alben der Bands schon vor dem Erscheinen anzutesten. Da war die Bochumer Bastion als Location sicher eine gute Wahl. Indirektes Licht, offene Räume und ausladende Sessel luden passend zur Musik zu einem entspannenden Lauschangriff ein.

 

Familientreffen der besonderen Art

 

Um kurz nach halb zehn betraten Astra Kid die Bühne und lieferten die ersten Gründe zur Verwunderung, erschienen sie doch plötzlich zu fünft anstatt zu viert. Extra für die Radiokonzerte hatten sie sich noch einen Keyboarder zur Unterstützung geholt. Das sollte allerdings nicht der einzige Gastauftritt bleiben. So stand kurze Zeit später plötzlich Tanja auf der Bühne, um mit einer wunderschönen hellen Stimme Astra-Kid-Sänger Pele bei einem Song zu begleiten. Und auch der Background-Chor durfte sich sehen lassen. Dafür hatten Pele und sein Bruder Christian einfach mal ihre zwei kleinen Schwestern auf die Bühne geholt.

 

Atmosphäre im Sitzen  

 

 

 Astra Kid spielten Songs vom neuen Album.

Genauso stark wie die Besetzung war dann auch der Sound. Astra Kid spielte nicht nur Songs von der neuen Platte „Stereo“ (erscheint am 25. April), sondern auch Altbekanntes von den letzten beiden Alben. Da war es abzusehen, dass nach knapp 50 Minuten noch drei Zugaben folgen mussten, darunter die Ballade „Rockmusik“. Die Fans dankten es den Jungs aus Datteln nicht nur mit viel Applaus und guter Stimmung, sondern auch mit Sitting Ovations. Die meisten setzten sich nämlich auf den Boden, um auch den hinteren Reihen einen freien Blick auf die niedrige Bühne zu ermöglichen.

 

Astra-Kid-Frontmann Pele über die gemütliche Atmosphäre im Club (297kB, 18s)

 

Dicke Luft und Dirty Dancing

 

Das einzig wahre Manko des Abends: die fehlende Lüftung. Das bemerkte auch Sänger Michi zuerst, als er um kurz nach elf mit seiner Band Nova International die Bühne eroberte. Das ließ die Musik der Augsburger aber keineswegs in Vergessenheit geraten. Mit einer eindringlich schönen Stimme gewann Michi schnell die Herzen des Publikums und zog die zahlreich aufblitzenden Digitalkameras auf sich. Auch um den letzten war es dann wohl endgültig geschehen, als plötzlich „Dirty Dancing“-Töne erklangen. Passt nicht ganz zum rockigen Style der Band, könnte man da im ersten Moment denken. Aber weit gefehlt. Denn die Nova-Version von „Time of my life“ hatte trotz langsamer Melodien mit dem Schnulzencharakter des Originals nur wenig zu tun. Das Publikum zeigte seine Dankbarkeit durch leider gescheiterte Versuche, Patrick Swayzes Hebefigurentechnik zu imitieren.

 

 

 Nova International überzeugte live.

Kurz nach Mitternacht endete ein sehr schöner Konzertabend im gemütlichen Ambiente. Und eins steht fest: Die neuen Songs von Astra Kid und Nova International können sich überall hören lassen. Und die Live-Akustik-Versionen ihrer Platten machen vielleicht sogar noch mehr Spaß als die Alben selber. So sahen es auch die Fans.

 

Fans über das Radiokonzert in Bochum (611kB, 38s)

 

Fotos: Ziegler

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VON SARAH ZIEGLER

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