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Gebührengegner blockierten Mensabrücke

Ein Counter weist auf die Senatssitzung am 13. Juli hin.

"Gegen Studiengebühren" steht auf einem lang gezogenen Plakat, das quer über die Mensabrücke liegt. Drum herum platziert, sechs weitere Banner, die alle den gleichen Tenor haben: Keine Gebühren für das Studium an der Uni Dortmund! Rund 15 Mitglieder der AG gegen Studiengebühren hatten die selbst gemalten Plakate spontan auf der Mensabrücke verteilt und sich drum herum zum Sitzstreik formiert.

 

"Wir haben uns erst gestern zu der Aktion verabredet", sagt Hanne Sicking, die für die AG gegen Studiengebühren (AGgS) im Mai ins Studierendenparlament (Stupa) gewählt wurde. Bundesweit streiken am heutigen Mittwoch Studierende gegen die Gebühren für das Uni-Studieren. Eigentlich wollte sich die AG mit einer größeren Aktion beteiligen, doch das scheiterte an der Zeitnot der AG-Mitglieder. Sich an den Großdemos in Wiesbaden oder Hamburg zu beteiligen, darin sah die AG keinen Sinn. "Mit einigen wenigen Leuten fällt man dort nicht auf. Wir wollten unsbedingt etwas in Dortmund machen", erklärt Moritz Schröder von der AGgS. Um doch auf sich aufmerksam zu machen und gegen die Gebühren in Dortmund zu protestieren, entschied man sich spontan zu dem Sitzstreik auf der Mensabrücke.

 

"Endlich einmal jemand, der sich aufregt"

 

Vorbei klettern mussten diejenigen, die heute über
die Mensabrücke wollten. 

Mit Bonbons, Kuchen und Getränken vertrieben sich die Streikler die Zeit. Einige verteilten Flyer an die vorbei kletternden Studierenden. Die Reaktionen waren unterschiedlich. Sie reichten von "das bringt doch sowies nichts!" bis "endlich einmal jemand, der sich aufregt". Stehen blieben vor allem Studenten, die bei der Stupa-Wahl die AGgS gewählt hatten."Toll, dass man euch auch außerhalb der Stupa-Sitzungen sieht", lobte beispielsweise Denise, Sonderpäda-Studentin.

 

Eingeweiht wurde gleichzeitig ein Countdown, der auf die entscheidende Senatssitzung am 13. Juli hinweisen soll. Die Konstruktion aus Holz, garniert mit einem knallgrünen Plakat mit der Aufschrift "Galgenfrist", steht fortan auf der Mensabrücke gegenüber dem Eingang zur Bibliothek. Schon jetzt fiebern die AGgS-Aktiven diesem Donnerstag entgegen. Eingeleitet werden soll der Tag, an dem endgültig über die Studiengebühren an der Uni Dortmund entschieden wird, mit einer Vollversammlung der Studierenden ab 12 Uhr. Im Anschluss wird ein Protestmarsch zum Campus Süd stattfinden, wo der Senat ab 14 Uhr tagen wird.

 

Informationsveranstaltungen - interessant & wichtig

 

Demo gegen Studiengebühren" stand auf einem 
blauen Banner. 

Bis dahin wird es zwei weitere Informations-veranstaltungen geben. Am kommenden Freitag, 30. Juni, werden sich bei einer Podiumsdiskussion im Audimax acht Mitglieder der Senatskommission "Studiengebühren" den Fragen der Studierenden stellen. "Jeder kann dabei die Kommission zur Rede stellen", wirbt die AGgs.

Am Donnerstag, 6. Juli, wird der Dortmunder Kommunikationswissenschaftler am Institut für Journalistik, Prof. Claus Eurich, über die gesellschaftlichen Auswirkungen von Studiengebühren sprechen. Warum wurde das Studium in den 70er Jahren kostenfrei? Wie wirken sich Studiengebühren auf unser Verständnis von Bildung aus? Claus Eurich spricht im Raum 424, 5. Etage, Gebäude Emil-Figge-Straße 50.

 

FOTOS: Daniel Gonzales

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VON DANIEL GONZALES

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