Start

Stadt

Campus

Kultur

Sport

WM 2006

Service



 

Wie Träume vom Ausland wahr werden

Die glücklichen Teilnehmer des Europäischen Freiwillegendienst.

Ein Jahr im Ausland verbringen. Das ist der Traum vieler jungen Leute. Die Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen macht's möglich dank der Einrichtung des Europäischen Freiwilligendienst. Dieser existiert seit drei Jahren. Seit Ende der 40er Jahre gibt es die Auslandsgesellschaft, die aus bilateralen Ländergesellschaften entstanden ist. Diese hatten sich für die Verständigung der verfeindeten Kriegsparteien eingesetzt. Dazu gehörten die deutsch – britische und die deutsch - französische Gesellschaft, woraus im Verlauf der vergangenen 50 Jahre die Auslandsgesellschaft entstanden ist. 

 

Für Dirk Schubert, Koordinator der EU-Projekte sollten die Bewerber ein ernsthaftes Interesse mitbringen, in einem sozialen, kulturellen oder ökologischen Projekt zu arbeiten. "Entscheidend ist für uns die Motivation", sagt er. Die formalen Voraussetzungen seien dabei neben der Altersbegrenzung von 18 bis 25 Jahre weniger wichtig. 

 

Dirk Schubert, Koordinator der EU-Projekte
bei seiner Arbeit in Dortmund. 

Um Mitglied des Freiwilligendienst zu werden, müssen die Teilnehmer etwa sechs Monate in seinem Büro in der Auslandsgesellschaft in die Vorbereitungsphase einsteigen, um unter anderem einen Projektplatz im Ausland zu finden. 

 

Arbeistlose und Migranten erwünscht

 

Seit Oktober 2003 hat die Auslandsgesellschaft eine Aufnahme- und Entsendeplattform des Europäischen Freiwilligendienst eingerichtet. Bevorzugt gefördert werden junge Leute mit einem Hauptschul- oder Realschulabschluss, junge Menschen, die arbeitslos sind oder einen Migrationhintergrund haben. Davon bewerben sich nach Angaben der Organisation sehr wenige. Unter den Bewerbern sind sehr viele Abiturienten und Studenten. Innerhalb der drei Jahre kamen zwölf Schüler nach Dortmund und 15 junge Deutsche haben ein Jahr im Ausland verbracht.

 

Eine von ihnen ist Isabel Koslowski (23). Sie ist vor kurzem von ihrem freiwilligen Jahr in London heimgekehrt, wo sie gemeinsam mit behinderten Kindern auf einem Abenteuerspielplatz gearbeitet hat. 

 

Isabel erzählt von ihrer Zeit in England (0.16s/157kB)

 

Über sich selbst hinauswachsen  

    

 

Isabel war ein Jahr in London und
würde gerne wieder ins Ausland gehen. 

Für Isabel war das Jahr, das sie in England verbracht hat eine tolle und erlebnisreiche Zeit. Die Erfahrungen, die sie dort machte, möchte sie nicht missen. Isabel würde gerne noch einmal ein Jahr im Ausland verbringen. Ihre schönsten Erlebnisse beschreibt sie voller Euphorie so: "Man lernt wirklich so viel. Mein schönstes Erlebnis war einfach, die Menschen dort kennen zu lernen, (...) über sich selbst hinauszuwachsen, die Sprache immer mehr zu lernen, einfach zu merken, dass man alles schaffen kann und, dass man wirklich stolz sein kann auf sich."

 

Zur Zeit absolvieren vier Schüler aus Italien, Polen, Griechenland und Ungarn ihren Freiwilligendienst in Dortmund. Gemeinsam wohnen sie in einer Wohngemeinschaft in Dortmund - Kirchlinde. Eine von ihnen ist Gosia Dejnarowicz. Sie kommt aus Polen und ist vom Projekt und ihrer Arbeit in Dortmund begeistert: "Wenn ich könnte, würde ich hier bleiben". Gosia organisiert Freizeitangebote für die Teilnehmer des Europäischen Freiwilligendienst. Sie fühlt sich in Dortmund pudelwohl. Nicht zuletzt weil sie schon viele Freunde und Bekannte in der Dortmunder Umgebung während ihres Sprachkurses vor einigen Jahren gefunden hat.

 

Auch Balázs Sütö aus Ungarn und Silvia Chiari aus Italien arbeiten in Dortmund. Silvia studiert europäische Sprach- und Kulturwissenschaft in Italien. Sie hat sich bewusst für das Dortmunder Projekt entschieden - es war ihre erste Wahl. Silvia möchte neben dem Ausbau ihrer Deutschkenntnisse mehr über die EU-Länder und deren Projekte kennen lernen.

 

Silvia berichtet, warum sie Dortmund gewählt hat (19s/155kB)

 

Sprache, Freunde und Spaß

 



Mehr zum Thema

Im Komplettförderprogramm des Europäischen Freiwilligendienst sind enthalten: Hin- und Rückflug, Taschengeld, Verpflegung, Sprachkurse, alle Versicherungen und ein all round Paket mit Seminaren. Im Grunde genommen bekommt man einen Auslandsaufenthalt von der EU-Kommission geschenkt.

 

Kontakt: kommunikation@agnrw.de

 

Die Aufnahme- und Entsendeplattform des Europäischen Freiwilligendienst der Auslandsgesellschaft ist in der hiesigen Region einmalig. Dahinter steckt eine gut strukturierte Finanzierung und Fördermaßnahmen der EU-Kommission.

 

Was will man mehr, als ein Jahr Lebenserfahrung mit dem Europäischen Freiwilligendienst im Ausland zu sammeln - und dazu komplett gefördert. Die Begeisterung der Teilnehmer ist groß. Natürlich gibt es zu Beginn immer einige Hürden, die gemeistert werden müssen - eine fremde Sprache in einer fremden Umgebung, andere Sitten und Bräuche... Über Heinweh hat sich keiner der Teilnehmer geäußert. Die Euphorie überragt. Neben dem Erlernen einer Fremdsprache, einer sinnvollen Arbeit und vieler neuer Bekanntschaften ist auch eine Menge Spaß garantiert.                      

 

FOTOS und AUDIOS: Carmen Dautzenberg                      

                             

 

 

 

 

 Mehr zum Thema 

  Internetseite der Auslandsgesellschaft NRW  


VON CARMEN DAUTZENBERG

« Zurück


 
   

  Start    Stadt    Campus    Kultur    Sport    WM 2006    Service  

Copyright © 2000 - 2006 donews.de