| Der Sandkasten der Uni | |||||
(InDOpendent) Tauglich oder nicht? Den Zustand der Sportanlagen an der Uni beleuchten wir in der Serie "Sportplatz-Check" kritisch. Teil 3 untersucht das Beach-Volleyball-Feld.
Keine Kippen im weißen Sand, kein Loch im Netz, die neue Spielfeld-Umrandung ist erst einige Wochen alt. Nur ein paar frische Frühlings-Triebe wachsen auf den beiden fünf Jahre alten Feldern. Doch Volleyball-Trainer Frank Ibes ist sich sicher, dass das Unkraut keine Chance mehr hat und von den Sportlern zertreten wird, wenn die Sommersaison erst richtig läuft. Manche Spieler jäten sogar von sich aus jetzt schon die grünen Triebe.
Die Beach-Volleyballer gehen umsichtig mit der modernen Anlage um, die Kosten für die Feld-Pflege sind dementsprechend gering. Nur neuer Sand muss alle zwei bis drei Jahre nachgekauft und auf dem Platz verteilt werden. Ein fester Etat ist dafür vorgesehen, das Sportinstitut ist somit finanziell kaum belastet. Allerdings zahlte das Institut zusammen mit der Fachschaft Sport und der Uni etwa 30.000 Euro für die Anschaffung der Anlage.
Viel Geld, gibt Ulrich Fischer zu. Aber der Akademische Direktor am Sportinstitut versichert, dass es nicht in den Sand gesetzt wurde: "Die Körnung entspricht dem Standard aller Wettkampfanlagen, und auch die Netzanlage ist die beste, die es gibt. Ich beurteile den Zustand der Anlage als optimal."
Wetterfeste Netzanlage
Tatsächlich sind Pfosten und Netz leicht bedienbar, die Netzhöhe lässt sich mit wenigen Handgriffen verstellen. So können auch schon fünf Minuten nach einem Damen-Volleyballspiel die Herren auf demselben Feld die Bälle über ein höher gespanntes Netz schmettern. Auch die leichten Alu-Pfosten sind bei Umbauten angenehm zu handhaben. Schnell abmontiert, kann der Sandplatz auch mal zum Beach-Soccer-Feld werden. Außerdem ist die gesamte Netzanlage wetterfest, so dass sie von April bis Oktober durchgängig im Freien steht.
Inhaber eines AHS-Ausweises können dann in der Saison entweder auf verschiedenen Niveaus zu Kurszeiten trainieren oder den Platz zum freien Spiel kostenlos beim Pförtner des Sportgebäudes buchen. Das geht jedoch nur am jeweils laufenden Tag. Morgens ist der Platz oft unbelegt, und auch "die im vergangenen Sommer vom AHS angebotenen Kurse hatten freie Plätze", so Trainer Ibes. Ansonsten nutzen noch Schulen und die AHS-Beach-Liga die Felder. Frank Ibes wünscht sich allerdings für die Zukunft echte Turniere auf dem Platz: "In Aachen gibt es Beach-Volleyball-Wettkämpfe, da treten verschiedene Unis gegeneinander an. Auf unserer Beach-Anlage wäre das auch möglich."
"Traumhaft", "toll" - die Spieler sind vom Platz begeistert
Es ist nicht verwunderlich, dass Studierende die Anlage sogar als "traumhaft" bezeichnen – fachbereichsübergreifend: Sport-Studentin Nina spielt mit einem Bauingenieur gegen Physiker Gregor und eine Journalistik-Studentin. Die kriegt nur zu hören: "Mach' nicht zu viel Publicity, wir sind so schön wenige hier auf dem tollen Platz."
Dennoch gibt es immer auch etwas zu monieren. Trainer Ibes klagt über einige Disteln, die hin und wieder am Rand der Anlage wuchern. Sportler träten nicht nur hinein, Distel-Stückchen würden beim Mähen der Rasenstreifen am Spielfeldrand auch in den Sand fliegen und dort die Aktiven pieksen.
Höchstens die tiefstehende Sonne kann stören
Darüber hinaus gibt es Probleme mit blendendem Sonnenlicht, das vor allem zu AHS-Kurszeiten in den frühen Abendstunden die gegen das Sonnenlicht spielende Mannschaft benachteiligt. Hier helfen Sonnenbrillen.
Und so kann der Übungsleiter eigentlich nur über Kleinigkeiten klagen, zum Beispiel über die Anlagen-Begrenzung. Der Maschendrahtzaun sei nur an die zwei Meter hoch, die Spieler müssten hin und wieder Bälle aus dem Gestrüpp holen. Aber ansonsten wünsche er sich zur besseren Ausstattung der Volleyball-Anlage nur noch "einen Swimmingpool und einen Baldachin".
FOTOS: Julia Seifert | |||||
|
|||||
|
|
|||||

