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Dortmunder freuen sich über "Eigentor"

Durchs "Eigentor" geguckt

(eldoradio) Ein Fußballplatz mitten in der Innenstadt – das klingt nicht mehr ganz so utopisch, seitdem die Südtribüne am Hauptbahnhof Stadionatmosphäre vermittelt. Dort hängen nämlich beispielsweise zwei hauswandgroße Fotos der Tribüne. Für die Stimmung sorgen dort Fangesänge. Doch auch am Westenhellweg reißt die Verbindung zur Fußball-WM nicht ab: Die Installation "Eigentor" nach dem Entwurf von Corinna Scheele macht’s möglich. Dazu gehört ein Kunstrasenplatz direkt neben der Mayerschen Buchhandlung mit zwei künstlerisch gestalteten Torwänden.

 

Die Landschaftsarchitekturstudentin aus Höxter belegte mit ihrer Idee den dritten Platz im studentischen Ideenwettbewerb "fußballgärten.dortmund". Denn die Aufgabe lautete: "Entwickeln Sie einen Vorschlag für einen Fußballgarten, der zwischen Juni und Juli 2006 in der Dortmunder City die WM begleitet und die Dortmunder Stadtlandschaft bereichert."

Ins Leben gerufen wurde der Wettbewerb und damit auch das "Eigentor" vom Regiebetrieb Stadtgrün, der für die Dortmunder Grünflächen verantwortlich ist.

Werner Sichelschmidt vom Regiebetrieb Stadtgrün stellt sich vor, "dass die künstlerisch gestalteten Tore mitten in der Innenstadt die Bürger und Touristen positiv überraschen".

 

Micki Damm, Christoph Köster und Sön Becker
sind für die Graffiti-Bilder verantwortlich.

 

Werner Sichelschmidt über die Idee hinter dem Eigentor (26s/610KB)

 

Die beiden Torwände wurden von den drei Studenten Micki Damm, Christoph Köster und Sön Becker im Graffitilook besprüht, um so gezielt auch Jugendliche anzusprechen. Die Drei sind schon seit vielen Jahren Sprayer - früher allerdings illegal.

 

 

Werner Sichelschmidt über die Vergangenheit der drei Graffitisprayer (12s/283KB)

 

"Friends in Germany" machen Programm

 

Für richtige Fußballstimmung am Westenhellweg sollen die "Friends in Germany" sorgen. Der Verein kämpft gegen Jugendarbeitslosigkeit und macht täglich Programm am "Eigentor": Von 14 bis 17 Uhr sollen Passanten – vor allem Jugendliche – mit der Gruppe tanzen und – natürlich – Fußball spielen. Es gibt aber auch eine Möglichkeit, neben der Installation von Corinna Scheele sein Fußballkönnen zu testen: Am "Dortmunder Dribbler" muss man sitzend einen Ball durch ein Labyrinth ins Tor balancieren. Die Idee zu diesem Spielgerät stammt von den Dortmunder FH-Studentinnen Eva Höfli und Regina Bartusch.

 

Und die Dortmunder sind begeistert...

 

 

Auf diesem Platz machen die "Friends in
Germany" Programm.

Dortmunder Passanten gefällt das Eigentor anscheinend. Auf Nachfrage äußerten sich alle durchweg positiv. "Ich finde es eine nette Idee, auf diese Art und Weise die WM-Gäste in unserer Stadt zu begrüßen", sagt beispielsweise Peter Hüsch. Und Regina Walder meint: "Diese Tore sind wunderschön. Ich wohne direkt hier an der Ecke und kann das Treiben da unten immer verfolgen. Das bringt richtig Leben zum Platz von Netanya." Für die perfekte Fußballstimmung neben der Mayerschen Buchhandlung müssen sich während der WM jetzt nur noch genug Passanten finden, die mit den "Friends in Germany" tanzen und auf die Torwände schießen.

 

Dortmunder Jugendliche über das Angebot (5s/130KB)

 

FOTOS: Andreas Block

 

VON SIMON BALZERT

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