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Zittern ums WM-Ticket

Große Nachfrage, wenige Tickets: Die WM droht für viele Fußballanhänger vor dem TV zu enden.

Auf jede Eintrittskarte für die Fußball-WM 2006 kommen schätzungsweise schon jetzt zehn Bewerber. Enttäuschungen werden sich kaum vermeiden lassen. Sogar der sonst so zuversichtliche Franz Beckenbauer (Chef-Organisator) wirkt nachdenklich, wenn es um den Ticket-Verkauf geht und spricht von der "vielleicht schwierigsten Herausforderung überhaupt".

donews gibt Ihnen schon jetzt wichtige Infos zum WM-Karten-Kauf:

 

Wie bestelle ich Tickets?

 

Ab 1. Februar 2005 können weltweit Karten für das Spektakel in Deutschland bestellt werden und zwar ausschließlich im Internet unter www.fifaworldcup.com. Im ersten Abschnitt werden 812.000 Karten verkauft. Jeder Fan kann dabei maximal 28 Tickets ordern, jeweils bis zu vier Karten für bis zu sieben Spiele. Nicht wundern: Es ist möglich, dass es wegen der großen Nachfrage Probleme beim Aufrufen der Seite geben wird. Sie müssen aber nicht schon am ersten Vorverkaufstag auf "Teufel komm´ raus" Ihr Glück versuchen, denn der Zeitpunkt der Bestellung spielt keine Rolle. Die Ticket-Anfragen werden nicht chronologisch bearbeitet, sondern ausgelost. Die zweite Verkaufsphase ist für Sommer dieses Jahres geplant. Die FIFA warnt ausdrücklich vor nicht autorisierten Karten-Anbietern!

 

Wie teuer sind die Karten?

 

Es gibt Tickets in vier Preis-Kategorien, die je nach Spielphase unterschiedlich gestaffelt sind. Karten für die Gruppenspiele kosten zwischen 35 Euro (4. Kategorie) und 100 Euro (1. Kategorie). Für ein Achtelfinale müssen zwischen 45 Euro und 120 Euro gezahlt werden. Viertelfinal-Spiele kosten zwischen 55 Euro und 180 Euro. Für ein Halbfinale verlangt die FIFA zwischen 90 Euro und 400 Euro. Besondere Preise gibt es für das Eröffnungsspiel (65 Euro – 300 Euro), Spiel um Platz 3 (45 Euro – 120 Euro) und natürlich das Finale (120 Euro – 600 Euro). Alle Karten sind inklusive Steuern, Abgaben und Nutzung der öffentlichen Nahverkehrsmittel, exklusive Versandspesen.

 

 

 So ähnlich werden die WM-Tickets aussehen

 

Wird es einen Schwarzmarkt geben?

 

Um ein Weiterverkaufen der Tickets zu überhöhten Preisen und Fälschungen zu verhindern, werden die Eintrittskarten erst sechs Wochen vor Beginn der WM verschickt. Sie sollen Scheckkarten-Format haben und mit einen elektronischen Chip auf der Vorderseite ausgestattet sein. Auf diesem Chip werden Name und Adresse des Käufers gespeichert. Bemerkenswert: Nur wer einen festen Wohnsitz angibt und nicht bei der Polizei als gewalttätig registriert ist soll eine Karte bekommen.

 

Wie klappte es bei der letzten WM?

 

In Japan und Südkorea 2002 ging es beim Ticketverkauf drunter und drüber. Trotz offiziell ausverkaufter Stadien blieben viele Plätze leer. Der Grund: Viele Tickets waren nicht rechtzeitig ausgeliefert worden.

 

Fotos: Hebing/Adolphs

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VON DAVID HEBING

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