| Das Ende des Westfalenstadions | |||||
Rund 20 Millionen Euro soll Bundesligist Borussia Dortmund für die Namensrechte am heimischen Fußballtempel bis 2011 von der großen Versicherungsgruppe erhalten haben. Die Arena der finanziell angeschlagenen Schwarz-Gelben trägt damit ab sofort den Namen des Unternehmens.
Mit dem Deal dürfte es für die mit 89 Millionen Euro Verbindlichkeiten belasteten Borussen erstmals wieder keine akute Existenzgefährdung mehr geben. Doch so manchem Fan will diese Notwenigkeit nicht so richtig einleuchten, zumal der neue Sponsor die leidlichen Farben blau-weiß trägt.
Die sollen allerdings dezent eingebracht werden. Möglich machte die Stadion-Namens-Vereinbarung erst der vorzeitige Verzicht von Dortmunds Trikot-Sponsor auf die Ausübung einer Option auf die Vermarktungsrechte an der Arena. Ursprünglich hätte sich der Energie-Versorger noch bis Juni nächsten Jahres zum Einstieg als Namenssponsor des Stadions entscheiden können, überließ den Borussen aber wohl ohne finanzielle Auflagen die Ansprüche zur weiteren Vermarktung.
Tradition geht verloren Fern ab solcher vertragsrechtlicher Winkelzüge findet ein Herrenclub aus Lehramts- und Physikstudenten auf dem Campus die Veränderung beim BVB "schade, weil ein Traditionsname wegfällt". Die Expertenrunde zweifelt stark "ob die Fans den Namen annehmen". Sogar weniger Fans, "die zu Spielen hingegen" kann man sich vorstellen. Und von der Grundbewegung her, dass Sponsoren nach und nach die Stadien erobern und umbenennen, findet´s das Clübchen "einfach scheiße".
FOTOS: Jane Höhn | |||||
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VON LARISSA BEU, JANE HÖHN, LARS SCHALL |
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