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AG gegen Studiengebühren macht mobil

Große Transparente sind ein Teil der Protestwelle der AG.

Mit einem Vortrag von Christian Berg vom FZS, dem Freien Zusammenschluss von StudentInnenschaften, wollte die AG gegen Studiengebühren eine Protestwelle gegen Studiengebühren an der Uni Dortmund einläuten. Doch der Referent musste kurzfristig absagen - die Bandscheibe streikte.

 

So nutze die AG die Zeit und plante einige Großaktionen, die bis zur Entscheidung des Senats am 22. Juni gemacht werden sollen. "Überall regt sich massiver Widerstand. In Bochum wird das Rektorat besetzt, in Köln und Duisburg ebenso. Nur in Dortmund wird das Thema kaum öffentlich diskutiert", hieß es in der Besprechung der Arbeitsgruppe, die sich aus dem fünfwöchigen Protestcamp auf dem Campusgelände im Juni gebildet hat und inzwischen als AG des AstA offiziell anerkannt wurde.

 

Das möchte die AG dringend ändern. Bereits am kommenden Dienstag, 16. Mai, steht die erste Aktion an. Um 9.45 Uhr geht es mit der S-Bahn nach Düsseldorf. Dort findet zur symbolischen Uhrzeit "Fünf vor 12" (11.55 Uhr) eine Großkundgebung vor dem Landtag statt. Damit nicht wie bei den letzten Kundgebungen "nur eine handvoll Dortmunder Studenten dabei ist", wie die AG kritisiert, wurden mehr als 3000 Flyer auf dem Campus verteilt. 

 

In Bochum hat der Rektor der Uni für Dienstag alle Vorlesungen abgesagt, fast alle Professoren und Wissenschaftliche Mitarbeiter werden sich mit den Studenten solidarisieren und mitfahren, um gegen die massiven Änderungen im Bildungssystem zu protestieren. Der Rektor der Uni Dortmund, Dr. Eberhard Becker, hat zwar kein generelles Vorlesfungsfrei gegeben, empfiehlt aber allen Dekanen, den Studenten frei zu geben.

 

Druck auf den Senat ausüben

 

Mit diesem Plakat wird für die Proteste am Dienstag geworben.

Mit einem Countdown aus Holz, in Anlehnung an die verschiedenen Zeitmesser zur Fußball-WM, soll an prominenter Stelle an den entscheidenden Senatstermin am 22. Juni erinnern. Was an diesem Tag passieren wird, hat die AG gegen Studiengebühren noch nicht entschieden. Klar ist: Es sollen möglichst viele Studierende zum Campus Süd in den Geschossbau 1, wo der Senat um 14 Uhr tagt, bewegt werden, um das Senatstreffen zu stören. "Der Druck auf den Senat muss so groß sein, dass die Senatoren irgendwann sagen: Jetzt wollen wir die Studiengebühren nicht mehr", meint die AG.

 

Neben dem Countdown sollen in zwei Vorträgen die Studierenden über die Auswirkungen der Gebühren informiert werden. Am Donnerstag, 8. Juni, erwartet die AG Wolfgang Lieb, der in den 1990er Jahren Staatssekretär im Wissenschaftsministerium NRW war und über die finanziellen Auswirkungen der Studiengebühren berichten wird. Ein zweiter Referent wird über die gesellschaftlichen Konsequenzen sprechen. Weitere Aktionen bis zum 22. Juni sind in Arbeit, auch außerhalb des Campus, zum Beispiel im Umfeld des Rathauses.

 

FOTOS: Daniel Gonzales, AG gegen Studiengebühren

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 Mehr zum Thema 

  Homepage der AG gegen Studiengebühren   


VON DANIEL GONZALES

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