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Ausbildung quer durch Europa

PC-Vorläufer aus dem 18. Jahrhundert

(do1) Seit Ende September läuft die Sonderausstellung „Das bringt`s! Entwicklung der Berufsausbildung in Europa“ in der DASA. Aus verschiedenen Ländern, unterschiedliche Berufen und vergangenen Zeiten stammen die ausgestellten Gegenstände. An jedem von ihnen haben junge Menschen irgendwann einmal ihr Berufshandwerk gelernt.

 

 Eine Schulbank aus dem Jahr 1920 im Vergleich zum...

 

 ...Arbeitsplatz eines Webdesigners 2005

 

Ausgehend von den mittelalterlichen Wurzeln der Ausbildung wird der Bogen zum modernen Arbeitsplatz eines Webdesigners gespannt. „Um zu wissen wohin wir gehen, müssen wir wissen, woher wir kommen“. DASA Direktor Dr. Gerhard Kilger ist stolz, dass eine so viel beachtete Ausstellung ihren Weg nach Dortmund gefunden hat.

 

Vom Stenotyp zum Powerbook

 

Anhand von 20 Objekten aus der Arbeitswelt sowie zahlreichen Tafeln und Texten wird die Entwicklung der europäischen Ausbildungsberufe veranschaulicht. Der Besucher kann nachvollziehen, warum die Ausbildung in den verschiedensten Berufen im Mittelalter viel mehr Gemeinsamkeiten aufwies, als im 18. und 19. Jahrhundert. Aber auch die europäische Angleichung der Lehrberufe in den letzten 50 Jahren wird dokumentiert.

 

 

Ausbildungs-Informationen auf einen Blick

Anhand von Schautafeln werden verschiedene Förderprogramme der Europäischen Union vorgestellt und der mühevolle Weg zu einer einheitlichen Bildungspolitik der Mitgliedsländer aufgezeigt.

Zum ersten Mal zu sehen war die Wanderausstellung in Thessaloniki beim CEDEFOP, dem Europäischen Zentrum für die Förderung der Berufbildung. Seit 1975 unterstützt diese Organisation europäische Regierungen, Schulen und Betriebe bei der Entwicklung der beruflichen Ausbildung.

 

 Impressionen der Ausstellung (14s, 604kB)

 

Das Ziel ist eine gemeinsame Berufsbildungspolitik in Europa. Für den Stellvertretenden Direktor des CEDEFOP, Christian F. Lettmayr, ist es wichtig, Europa und seine Berufsbildung den Menschen näher zu bringen: „Der große Verdienst dieser Ausstellung ist, dass sie zeigt, wie sich die Geschichte der Berufsbildung in Europa entwickelt hat und welche Fortschritte schon erzielt wurden, dass es sich lohnt, in diesem Europa zu lernen und für dieses Europa zu leben – auch wenn auf dem Gebiet der Berufsbildung noch vieles zu tun bleibt.“ 

 

Aktionsprogramm „Leonardo da Vinci“

 

Trotz vieler erreichter Gemeinsamkeiten gibt es noch immer Schwierigkeiten in der europäischen Bildungspolitik. Da sollen die Programme des CEDEFOP helfen. Durch Fördergelder werden zum Beispiel grenzüberschreitende Projekte der Berufsschulen unterstützt.

 

 

 Auslandserfahrungen: Es gab viel zu erzählen

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung berichteten deswegen auch Auszubildende von regionalen Berufsschulen über ihre Erfahrungen im Ausland. Von ihren Schulen organisiert, arbeiteten die Azubis in Toulouse, Cork oder auf Fuerteventura.

 

 

 

 Miriam Oderwald und Stefanie Schröder waren mit dem "Leonardo"- Projekt für vier Monate in Birmingham (19s, 772kB)

 

Das europäische Austauschprogramm „Leonardo“ machte die Auslandspraktika möglich. Seit 1995 fördert das Aktionsprogramm Projekte, bei denen Ausbildungseinrichtungen, Unternehmen und Handelskammern länderübergreifend zusammenarbeiten. Das „Leonardo“-Projekt wird, genau wie die zahlreichen anderen CEDEFOP – Förderprogramme, anhand von Schautafeln in der Ausstellung genau vorgestellt.

 

Noch bis zum 11. Dezember kann man „Das bringt`s!“ in der DASA besuchen. Wer etwas über den Wandel der europäischen Ausbildung erfahren, sich interessante Ausstellungsstücke ansehen oder Informationen über Förder- und Austauschprogramme erhalten möchte, sollte sich die Sonderausstellung ansehen - es bringt auf alle Fälle etwas!

 

 

Info:

DASA

Friedrich-Henkel-Weg 1-25

44149 Dortmund

Geöffnet Dienstag bis Samstag 9 bis 17 Uhr, Sonntag 10 bis 17 Uhr

Besucherservice-Telefon: 0231-9071-2479

Eintritt: Erwachsene 3 €, ermäßigt 2 €, Schulklassen 1 € pro Person.

 

Fotos: Jenna Guennewig

VON JENNA GUENNEWIG

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