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Kommentar: Oh je, BVB!

Wer zieht die Borussen aus dem Schlamassel?

Bonjour tristesse – der BVB ist wieder da, wo er eigentlich niemals hin wollte: Im Tabellenniemandsland, in Schlagdistanz zu den Abstiegsplätzen. Das ist noch weniger als nichts, für ein Team, dessen Anspruch es ist, in der Liga und den internationalen Wettbewerben ganz oben mitzumischen. Stattdessen geht der Trenddaumen nach einem kurzen sportlichen Zwischenhoch wieder senkrecht nach unten.

 

Peinlich und unmotiviert

 

Trainer Bert van Marwijk vermisste bei seinem Star-Ensemble nach dem peinlichen 0:1 bei Aufsteiger Bielefeld die „Motivation“. Vielleicht sind die kickenden Solisten ja nach den Erfolgen der vergangenen Jahre einfach nur satt. Dass sie es besser könnten, haben Rosicky, Koller & Co. bewiesen.

Vielleicht rührt die fehlende Motivation auch daher, dass es beim BVB auf den einzelnen Positionen so gut wie keinen Konkurrenzdruck gibt, weil der Kader zu klein ist. Stammplatzgarantie gleich Spielerapathie?

 

Hilfe vom Regionalligisten

 

Eventuell könnten neue Talente, die noch „heiß“ auf den Hexenkessel Westfalenstadion sind, die fußkranken Schwarz-Gelben aus ihrer Lethargie befreien. Und das, ohne den heldenhaften Einsatz von Mehrheitsaktionär Florian Homm, der potentielle, millionenschwere Neuzugänge von oben bis unten mit Werbebotschaften zukleistern würde.

Möglicherweise kann ja die Regionalligamannschaft den Profis aus dem Schlamassel helfen. Das Team steht zwar in der Tabelle zwischen Gut und Böse, aber im Gegensatz zum BVB immerhin auf einem soliden, einstelligen Platz. Dort spielen die, die mit Herz und Seele für „ihren“ Klub da sind, die sich ihre Fußballstiefel noch selbst schnüren und nicht umgarnt und verehrt werden (wollen?). Diese Spieler kämpfen um jeden Ball, obwohl sie genau wissen, dass ihr Amateurteam niemals zu Meister- oder internationalen Ehren kommen kann. Manchmal reicht auch ein Blick in die Jugendabteilung. Schönen Gruß vom Zweitligisten aus Köln.

 

Metzelder: jung, aber verletzt

 

Aber einen kleinen Lichtblick gibt es in diesen dunklen Tagen am Westfalenstadion: Christoph Metzelder verlängert seinen Vertrag beim BVB. Der ist jung. Dummerweise ist er aber schon seit 19 Monaten verletzt. Da kann er doch demnächst als Werbeträger für die Pflaster- oder Salbenindustrie auflaufen. Oder wie soll er sonst langfristig an den Verein gebunden werden, Herr Homm?

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VON THORSTEN ADOLPHS

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