| Ruhr-Achter auf zweitem Platz | ||
Das Rennen der "Achter" bildete den Abschluss der 2-tägigen internationalen Wedau-Regatta vom vergangenen Wochenende. Frauen und Männer aus 19 Ländern ruderten bereits am Samstag und Sonntag um die Wette.
Die genaue Besetzung des Ruhr-Achters stand dabei noch nicht von Anfang an fest. Die musste erst ermittelt werden. Zuerst ging es um die beste Vierer-Mannschaft der Ruhrgebietsuniversitäten. Im direkten Vergleich über 500m ermittelten die 4er-Riemenboote der Hochschulen Dortmund, Witten/Herdecke, Bochum und Duisburg/Essen den Sieger: Mit halber Bootslänge konnten die Bochumer den Vierer der Universität Dortmund schlagen, gefolgt von den Universitäten Duisburg/Essen und Witten/Herdecke. Zum vierten Mal in Folge gewann Bochum diese Disziplin. Für einen Achter fehlten aber noch vier weitere Ruderer. Die Regeln wollten es, dass der zweite Sieger und damit die Dortmunder Sportler im Ruhr-Achter mitrudern durften. Dass das nicht ganz unerwartet kam, bekundeten die Fans lautstark.
Ihre Freude darüber brachten die Mitgereisten an der Strecke dann natürlich auch direkt zum Ausdruck.
Dortmunder Fans in der Überzahl
Der Initiativkreis Ruhrgebiet als Veranstalter des 4. Uni-Cups Ruhr hatte dafür gesorgt, dass genügend Stimmungsmacher der Universitäten am Ufer stehen konnten. Busse brachten die Studierenden der vier Hochschulen kostenlos an die Regattastrecke. Bis auf die Duisburg/Essener Fangemeinde unterschieden sich die zahlenmäßig eindeutig überwiegenden und mit hellblauen T-Shirts bekleideten Dortmunder sehr gut von den "grünen" Bochumern bzw.
In der Zeit zwischen den einzelnen Rennen konnten sich die Studierenden die Zeit mit Freibier vertreiben oder einfach nur die warmen Sonnenstrahlen genießen. Neben den Ruhr-Universitäten lieferten sich die RWTH Aachen, die TU Berlin und die TU Hamburg ebenfalls ein 500m-Entscheidungsrennen, um dann später als zweites deutsches Boot, dem "Uni-Achter" bei der Achter-Challenge anzutreten. Hier machten Berlin und Hamburg das Rennen und starteten damit ebenfalls im Finale. Spannend wurde es für beide deutschen Boote dann gegen 18 Uhr, als sie gegen die Ruderer aus Cambride, den CUS Milano aus Italien, das Swiss University Rowing Team und eine Mannschaft aus Polen antreten mussten. Dass das Boot aus Großbritannien am schnellsten war und die 3.000 Euro Preisgeld gewann, ließ die Fans aber nicht verzweifeln.
Zweiter Platz ist schon in Ordnung
Stefan Lier studiert eigentlich in Dortmund Wirtschaftsingenieurwesen. Am Sonntag saß er aber zur Abwechslung mit im Ruhr-Achter.
Fotos: Sandra Wriedt | ||
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den "schwarzen" Witten/Herdeckern. Letztere hatten sowohl ihre zweibeinigen als auch ihre vierbeinigen Fans mit T-Shirts ausgestattet, Tattoos mit dem Logo der Uni auf der Stirn und extra Flaggen mitgebracht. Dennoch reichte es am Sonntag wieder einmal nur für den letzten Platz, was Projektmanagerin Dr. Edeltraud Priddat aber nicht die Laune verdarb.
Er gab alles auf der 500-Meter-Strecke und war kurz nach der Siegerehrung (in Socken, denn die Schuhe blieben - fest verankert - im Boot) über den zweiten Platz auch nicht besonders enttäuscht. "Wir sollten eigentlich eine andere Startbahn bekommen. Ob das allerdings ein besseres Ergebnis gebracht hätte, weiß ich natürlich auch nicht", so seine Einschätzung. Vielleicht lag es aber auch ein wenig an den nicht mehr ganz so enthusiastischen Anfeuerungsrufen des Publikums. Freibier und Sonneneinstrahlung hinterließen nach ein paar Stunden dann doch merklich ihre Spuren. Auf Platz drei kam der Schweizer Achter.