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Das kindliche Studium

Gemeinsam spielen können Kinder auch auf dem Campus.

(eldoradio) Obwohl viele Statistiken anderes behaupten: Auch der akademische Nachwuchs hat manchmal Nachwuchs; und damit eröffnen sich einige Probleme. Denn das Studium muss weitergehen und zwar bevorzugt ohne weinendes Kleinkind in Seminar und Vorlesung. Damit sowohl der Besuch von Lehrveranstaltungen und Sprechstunden sowie ein ungestörtes Lernen in der Bibliothek möglich ist, gibt es verschiedene Kinderbetreuungsangebote, die speziell auf studentische Familien zugeschnitten sind.

 

 

Acht Kinder sitzen zufrieden mit ihrem mitgebrachten Frühstück im Kreis. Dass sie auch ganz anders können, haben sie kurz vorher bewiesen. Rutschen, Springen, Toben und das alles begleitet von begeistertem Schreien und Lachen. Eine alltägliche Szene im Sportinstitut der Universität. Denn dort befindet sich die Kinderkurzzeitbetreuung, kurz Kuki. Hier können Studierende und Mitarbeiter der Universität ihre Kinder von Dienstag bis Freitag für bis zu drei Stunden unterbringen. Offensichtlich ist besonders diese kurzzeitige Betreuung auf dem Campus beliebt.

 

Das Campus-Familienbüro berät
Studierende mit Kindern.

"Wir nehmen immer acht Kinder pro Tag und haben momentan nicht soviel Platz, wie nachgefragt wird", fasst Yvonne Zimmermann, Leiterin der Kuki, den Erfolg des Projekts zusammen, das einen besonderen Schwerpunkt auf die Bewegung der Kinder legt.

 

Yvonne Zimmermann zum Konzept von Kuki (20s/163KB)

 

Ähnlich wie Kuki ist auch der Verein "Kinderkreise" (Eltern- und Kindernetzwerk an der FH Dortmund) organisiert. Die Einrichtung am Rheinlanddamm nimmt acht Kinder auf und orientiert sich zeitlich an den Bedürfnissen der Eltern. Eine andere Möglichkeit der Kinderbetreuung  ist die Kindertagesstätte "Vier Jahreszeiten" vom Studentenwerk. Hier können 60 Kinder ab dem 4. Lebensmonat aufgenommen werden. Obwohl die Kita in Hombruch liegt und auch für Kinder von Nicht-Studenten offen ist, haben Studentenkinder Priorität. Die Bezahlung richtet sich bei "Vier Jahreszeiten" nach dem Einkommen der Eltern.

 

Neue Kita ab 2007

 

In Eichlinghofen dagegen können beim Verein Hokido (Hochschulkinder Dortmund) bis zu 30 Kinder ab vier Monaten untergebracht werden. Der Verein entstand aus einer Elterninitiative, und auch heute ist das Engagement der Eltern für Hokido verpflichtend.



Mehr zum Thema

Kuki 

Tel.: 0231/ 755-4158

Dienstag bis Freitag jeweils von 9:00-13:00 Uhr

Bis zu acht Kinder im Alter von 1-4 Jahren

Kosten: 7€ pro Jahr, 4€ pro Besuchstag

 

Kita "Vier Jahreszeiten"

Tel.: 0231/ 794-9598

Montag 7:30-16:00 Uhr, Dienstag bis Freitag 7:30-17:00 Uhr

60 Kinder ab dem 4. Monat bis zur Einschulung

Kosten: je nach Einkommen

 

Kinderkreise

Tel.: 0231/ 28 62 069

Montag bis Freitag 8.00- 17.00 Uhr

kann je nach Bedarf und Absprache genutzt werden

Bis zu acht Kinder im Alter von 1 - 3 Jahren

 

Hokido

Tel.: 0231 / 75771

Montag bis Mittwoch 7:00 -16:30 Uhr, Donnerstag 7:00 -16:00 Uhr und Freitag 7:00 -15:00 Uhr

Bis zu 30 Kinder ab dem 4. Monat

Insgesamt gibt es also einige Kinderbetreuungsangebote, die Studierenden und ihren Kindern das Leben erleichtern. Zusätzlich zu den vorhandenen Einrichtungen soll eine weitere Kindertagesstätte auf dem Campus Nord gebaut werden. Bis Ostern 2007 soll die Kita fertig sein.

 

Neue Probleme

 

Doch es ist nicht alles eitel Sonnenschein im Land der studentischen Kinder. Dr. Ute Zimmermann, Gleichstellungsbeauftragte der Universität, betrachtet einige Neuerungen in der Hochschullandschaft mit Sorge: "Soweit ich weiß, sind studierende Eltern auch sehr bestrebt, ihre Kinderbetreuung zum Teil zumindest selbst zu übernehmen. Das ist in dieser Form von Studium derzeit ja auch noch relativ gut möglich. Das wird sich vielleicht ändern, das werden wir abwarten müssen, wenn Bachelor- und Master-Strukturen herrschen." Die straffe Organisation und die damit verbundene kurze Studiendauer der Bachelor- und Master-Studiengänge könnten den Alltag mit Kind jedenfalls gehörig erschweren.

 

Und auch die beschlossene Einführung von Studiengebühren wird das Leben mit Kind und Studium wohl nicht einfacher machen.

 

 

Gleichstellungsbeauftragte
Dr. Ute Zimmermann

Gleichstellungsbeauftragte Ute Zimmermann zu Studiengebühren (26s/207KB)

 

Bei den aktuellen und den zukünftigen Problemen von Studierenden mit Kindern steht jetzt das Campus-Familienbüro bereit, um kompetente Beratung zur Vereinbarkeit von Studium und Familie zu bieten. Die Einrichtung von Stadt, Uni und FH auf dem Campus Süd ist eine Anlaufstelle, die wohl in Zukunft öfter frequentiert werden wird, damit es doch klappt...das Studium mit Kind.

 

FOTOS: KuKi/Gleichstellungsbeauftragte

VON IDA THIEMANN

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