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Aktionen gegen die Gebühren

Zelten mal anders

(eldoradio/donews) Sie haben ihre Zelte mitten auf dem Campus aufgeschlagen. Heute gab es eine Studierendenvollversammlung, in der weitere Aktionen diskutiert und eine Resolution verabschiedet wurde.

 

Die Forderungen der Studierenden sind eindeutig: Keiner soll für sein Erststudium zahlen müssen. "Schon heute fehlt vielen Studierenden die finanzielle Absicherung des Lebensunterhaltes während des Studiums von staatlicher und/oder familiärer Seite, so dass sie neben dem Studium einer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen. (…) Schon jetzt nehmen nur 11% der Kinder der sozialen Herkunftsgruppe "niedrig" ein Studium auf (Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung). Studiengebühren, egal in welcher Form, werden die soziale Selektion nur noch verschärfen." So heißt es in der Resolution.

 

 

 Protest-Plakat der Studierenden

Diskutieren,  informieren

 

Noch Sonntagnacht rückten sie mit ihren Zelten und Schlafsäcken an: Ein gutes Dutzend Studierende machten den Anfang, auf diese Art ihren Protest gegen die geplanten Gebühren zum Ausdruck zu bringen. Julia Rüding, zuständig für Hochschulpolitik beim AStA, kam Montagfrüh wie so viele andere nichts ahnend zur Uni – und wurde von den bunten Zelten mitten auf dem Campus überrascht. Der AStA hatte eine ähnliche Aktion eigentlich für Ende dieser Woche geplant. Die Studierenden der Fachschaft Geschichte und Sozialpädagogik wollten jedoch nicht so lange warten – und bauten ihre zehn bunten Zelte Sonntagabend kurzerhand mitten auf dem Campus auf.

 

Protestcamper über den Start der Aktion (15 sec, 178 kB)

 

Und dort wohnen sie nun erst einmal, diskutieren über die kommenden Gebühren, sind Anlauf- und Informationsstelle für andere Studierende und bestreiten den ganz normalen Alltag. Täglich gibt Aktionen rund um das Camp, abends finden Parties statt, für ca. 50 Leute wird gekocht.

 

Protescamperin über ihre Beweggründe (11 sec, 131 kB)

 

Schon werden Stimmen laut, man müsse gemeinsam mit Studierenden anderer NRW-Unis in Düsseldorf zelten. Denn ein Camp vor dem Regierungssitz könne mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Bis dahin werden die Protestcamper ihre Aktionen auf dem Campus ausweiten und ihre Kommilitonen weiterhin mobilisieren. Eines aber haben sie auf jeden Fall schon geschafft: Sie sind nicht zu übersehen. Große Transparente, die zwischen den Bäumen aufgespannt sind, geben dem Ganzen den entsprechenden Namen: „Studentenwohnheim 2006“.

 

Fotos: Sabrina Hötte

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VON ANDREA UEDING UND ALEXANDRA STOBER

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