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Hinter den Kulissen von "get addicted"

Da kommt sonst keiner hin

(do1) "Du musst von der B1 ab, Richtung Möllerbrücke, dann bei PLUS links rein… . Da bist du rechts abgebogen? Ach so! Warte da einfach, bin in zehn Minuten da.“ Nabil schnappt sich seinen CD-Koffer, Essen und Autoschlüssel und ist schon unterwegs.

 

Die "get addicted"-Partys sind in Dortmund ein Begriff. Im "Keller", "Bakuda Club" oder neuerdings auch im "FZW". Egal wo, sicher ist, einmal im Monat ist es wieder soweit. DJs legen auf, oder gute Bands spielen live und zum kleinen Preis.

Hinter all dem steckt Nabil Nawasrah, DJ und Veranstalter in einer Person. Seit fünf Jahren organisiert Nabil Partys. Am Anfang allein, jetzt hauptberuflich mit einem achtköpfigen Team plus Internetmagazin.

 

 Früher ging schon mal einiges schief (899kB, 22s.)

 

 

 

 Bunt gemischtes Publikum im FZW

Nabil wählt nur Bands aus, die ihm gefallen. Manchmal führt das dazu, dass nur 20 Gäste da sind, meistens ist es aber, wie bei dem vergangenen "get addicted in concert“, brechend voll.

 

Die Planung dauert mehrere Tage. Gast-DJs müssen eingeladen und das Programm mit den verschiedenen Bands abgestimmt werden. Stundenlang wird telefoniert und im Internet recherchiert, bis das erste Konzept steht. Dann werden die Location und das Hotel gebucht und die Flyer gestaltet und verteilt.

 

 Soundcheck und Konzert von Amanda Rogers (720kB, 17s.)

 

Am Konzerttag selbst ist Nabil dann im Dauereinsatz. Er kocht Essen für die Crew, hilft beim Soundcheck und stimmt den Bühnenaufbau ab.

Ist das Konzert dann gut über die Bühne gegangen, tritt er seinen Dienst als DJ an. Bis sechs, sieben Uhr morgens legt er auf. "Eine Party wird nur dann richtig gut, wenn der DJ aufhört Musik zu machen, um sich zu profilieren, sondern auf die Wünsche seiner Gäste eingeht.“ Dementsprechend bunt gemischt ist dann auch das Musikprogramm bei den "get addicted“-Partys - von Punkrock und Indie bis zu Emo und Nuwave ist alles dabei.

 

 

 Gut gestärkt zum Gig

 Nabil legt auf (576 kB, 15s.)

 

Die Idee, "get addicted“-Partys zu organisieren, hat sich langsam entwickelt. Nabil legte früher ab und zu in Clubs auf und organisierte ein, zwei Partys nebenbei. Als es mehr Resonanz gab, mussten ein regelmäßiger Termin und ein Name gefunden werden.

"Bei der Namensfindung war ich nicht sonderlich kreativ. Auf MTV lief der Song „get addicted“ von den Addicts, da dachte ich mir: cooler Song und der Name war Programm.“

 

"Get addicted" zieht immer weitere Kreise

 

In Bielefeld, Berlin, Köln, Siegen - Nabil organisiert "get addicted“-Partys fast deutschlandweit. Auch die Internetseite wird immer weiter ausgebaut. So stehen nicht mehr nur die nackten Veranstaltungsdaten im Netz, sondern auch Fotos, Konzertberichte, Interviews und Tourdaten der Bands. Demnächst soll sogar ein eigenes Forum eingerichtet werden.

 

Am 10.12. steigt die nächste "get addicted-Party“ im FZW. Nagel, der Sänger von Muff Potter, tritt auf. Und Tiger Lou steht als eine der nächsten Bands auf der Liste von Nabil Nawasrah.

 

 

 "Get addicted": Nabil baut auf.

Sogar am 24. Dezember ist eine Party im Bakuda-Club geplant – Arbeitstitel: Weihnachtsaddicted!

 

Fotos: Jenna Guennewig

VON JENNA GUENNEWIG

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