| Tierisch musikalisch | ||||||||
(do1) Die Löwin hebt ihren Kopf. Sie kann ihren Ohren nicht trauen: "Was sind das für Töne?" Sanfte Musik ertönt im Raubtierhaus: Im Advent gab es im Dortmunder Zoo im Rahmen eines Benefizkonzertes eher ungewohnte Klänge.
Diese Sonderheit hat mittlerweile allerdings schon Tradition. Bereits zum sechsten Mal spielte das Ensemble für alte Musik der Musikschule Dortmund unter der Leitung von Gerda Hellwig im Zoogelände auf. Der Reinerlös des Konzerts ging in diesem Jahr an das Spendenkonto für die neue Nashornanlage. So findet der stimmungsvolle Abend eine tierisch musikalische Bedeutung. Und wie fanden das die Löwen? Die beste Antwort darauf gaben die Tiere selbst. The lion sleeps tonight... und das tat er wirklich. Er ließ sich durch die Musik absolut nicht aus der Ruhe bringen. Bei Heavy Metal hätte das schon anders ausgesehen, ist sich Zoodirektor Dr. Brandstätter aber sicher.
Ein neues Zuhause für die Nashörner Während die Raubtiere "was auf die Ohren" bekamen, sind letzlich die Nashörner Nutznießer.
Das zukünftige Zuhause von Nielsine und Snoopy kostet rund eine halbe Million Euro. Das Benefiz-Konzert leistet dazu einen kleinen Beitrag. Hauptsponsoren sind daneben die Dortmunder Stadtwerke und der Tierschutzverein Groß Dortmund, der gleichzeitig Bauherr ist. Dabei ist es deutschlandweit einmalig, dass der Tierschutzverein einer Stadt im Zoo derselben Stadt ein derart kostspieliges Projekt umsetzt.
Im Zoo geht es rund Unterdessen ist der Bau der Nashornanlage nicht das Einzige, was sich im Zoo tut. Konzipiert und saniert wurde und wird einiges im Zoo. Größere Projekte waren beispielsweise das Regenwaldhaus, das 2003 fertiggestellt wurde, oder die Krokodilanlage im Amazonashaus, die im Frühjahr 2005 wiedereröffnet wurde. Weiteres ist in Planung: Für die Huftiere sollen neue Ställe gebaut werden, für die Jaguarhundis ist ebenfalls eine neue Anlage geplant. Doch das kostet Geld.
Ein Zootier unterm Weihnachtsbaum Mit einer Tier-Patenschaft für Giraffe, Rotwild, Jaguarbaby und Co. können Besucher den Zoo unterstützen. Diese Patenschaften sind gerade als Weihnachtsgeschenk besonders beliebt. Es gibt eine Urkunde und ein Schild auf der Patenschaftstafel.
Die Nashörner Nielsine und Snoopy haben schon Paten. Mit ihrem Umzug müssen sie sich allerdings noch bis Ostern gedulden. Aber mit Musik geht die Zeit vielleicht etwas schneller rum.
FOTOS: Autorin
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VON DANIELA DITTKO |
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