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Premierminister hält die erste Rede

Debattieren wie die Profis

(eldoradio) Egal ob "Presseclub" oder "Sabine Christiansen" - debattieren ist nicht das, was viele aus dem Fernsehen kennen. Debattieren ist an vielen Hochschulen eine richtige sportliche Disziplin geworden, in der es sogar Meisterschaften gibt. Alles läuft nach festen Regeln ab. Es gibt immer zwei Seiten, die Pro- und die Contra-Seite. Es wird gemeinsam über ein Thema debattiert und versucht, die Standpunkte möglichst überzeugend darzulegen.

 

Die Teilnehmer haben feste Rollen. So gibt es zum Beispiel einen Premierminister, der die erste Rede halten muss. Jeder der mitmacht, hat bei "Debatte Dortmund" die Möglichkeit zu lernen und zu trainieren, wie man frei spricht. "Besonders wichtig ist es dabei, die Gedanken klar strukturieren, damit sie das Publikum nachvollziehen kann - Störungen, wie zum Beispiel Zwischenrufe, sollten den Redner nicht verunsichern", so die Club-Mitglieder.

 

Stephan Eisermann zum Ablauf einer Debatte (20s/320kB)

 

"Die Erfahrungen im Debattierclub können sowohl für das Studium, als auch für den Beruf sehr nützlich sein, da sie das Selbstbewusstsein stärken", sagt Sören Blom. Situationen wie in Referaten, mündlichen Prüfungen und Vorträgen, seien so leichter zu bewältigen. "Im Rahmen der Debatte sind die Clubmitglieder auch gefordert, sich immer wieder mit neuen Themen auseinanderzusetzen."

 

Themen von der H-Bahn bis zum Mars

 

Meistens wird bei "Debatte Dortmund" Ã¼ber aktuelle, auch lokale Themen aus den Medien gesprochen. In der Vergangenheit gab es zum Beispiel schon Debatten zu den Themen "H-Bahn für die Welt", "Musik in der Mensa", "Europa muss zum Mars" und "Die Privatisierung von bundesdeutschen Autobahnen".

 

 

 Schon vor der Debatte ist Hirnschmalz gefragt

An der Suche nach einem geeigneten Thema, ist das ganze Team beteiligt. Die Themenvorschläge der Mitglieder werden gesammelt und abschließend stimmen alle gemeinsam darüber ab, welches Thema debattiert wird. Die Gruppe die zur Zeit aus zehn Mitgliedern besteht wird in ein Pro und ein Contra-Team aufgeteilt. "Anschließend bekommen beide Teams Zeit um über die Argumentation ihrer Position zu beraten", erklärt der 27-jährige Stephan Eisermann.

Der Dortmunder Debattierclub trifft sich während des Semesters jeden Mittwoch um 19.00 Uhr in der Emil-Figge-Straße 50, Raum 3.208a.

 

Fotos: Debattierclub, Kranefoer

VON NADINE KRANEFOER

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