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Fitte Finanzspritze

Noch wird fleißig ausgeschachtet.

(InDOpendent) Am 18. Oktober feierte das Institut für Sport und Sportwissenschaft sein 20-jähriges Bestehen. 1985 war das mit einer Dreifach-Turnhalle an der Otto-Hahn-Straße fertig gestellte Gebäude eingeweiht worden. Das Geburtstagsgeschenk zum runden Jubiläum erhalten Mitarbeiter und Studierende allerdings erst mit gut sechsmonatiger Verspätung. Denn im April 2006 soll eine neue 1-Feld-Sporthalle, die die Uni derzeit bauen lässt, übergeben werden.

 

"Der AHS und wir freuen uns riesig“, sagt Professor Stephan Starischka. Er ist am Sportinstitut für die theoretischen Lehrveranstaltungen in den Arbeitsbereichen Leistung und Gesundheit sowie Training und Bewegung zuständig und mit dem Neubau-Projekt vertraut. "Die Halle ermöglicht es uns, die Lehre im Fitness- und Gesundheitsbereich voranzutreiben und das Angebot zu erweitern“, erklärt Starischka.

 

 

 Alle Infos schwarz auf weiß.

Zu wenig Kollegen

 

Die Hoffnung der Studierenden, dass in Zukunft wieder ausreichend Plätze in den praktischen Veranstaltungen angeboten werden können, schmälert Professor Starischka jedoch im selben Atemzug. Die neue Halle sei zwar "mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein“, doch nicht nur die Raumkapazitäten seien momentan an der Obergrenze, auch das Problem des unterbesetzten Kollegiums spiele eine große Rolle. Anlass zur Euphorie rund um das Sportinstitut besteht also auch trotz des Neubaus nicht.

 

Dennoch ist Jan-Philipp Müller froh, dass die Uni das Projekt forciert hat. "Es ist davon auszugehen, dass die Engpässe im Fitness- und Gesundheitsbereich zumindest teilweise beseitigt werden können“, sagt der Leiter des AHS. Aber auch andere Sportarten würden von der neuen Halle profitieren. Müller schätzt, dass 500 bis 1000 Kursteilnehmer pro Woche im Neubau untergebracht werden können. Erstmals miteinplanen wird der Allgemeine Hochschulsport die Halle in seinem Programm für das Wintersemester 2006/2007.

 

 

 400 Quadratmeter warten auf Sportler.

Mit Doppelschwingboden

 

Bauherr und Architekt ist der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB), Niederlassung Dortmund, der erste Spatenstich fand am 22. September statt. Die 1-Feld-Sporthalle mit Doppelschwingboden wird einschließlich aller Nebenräume 400 Quadratmeter groß sein. "Sie ist in erster Linie eine Gymnastikhalle, aber auch ausgestattet für Badminton und Volleyball“, sagt Michael Sroka, Abteilungsleiter Administration und Finanzen beim BLB. Umkleide- und Sanitäreinrichtungen sind nicht geplant worden. Diese stünden ausreichend in der Dreifach-Turnhalle zur Verfügung. Fertig gestellt sein soll der Neubau Ende März. Bis dahin müssen sich AHS und Sportinstitut noch gedulden.

 

Fotos: Matthias Kleineidam

 

VON MATTHIAS KLEINEIDAM

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