| Sie ist weg! | ||||||
(do1) Tasche weg, was nun? Um es erst gar nicht so weit kommen zu lassen, hat die Polizei Dortmund die Kampagne "Meins bleibt Meins – Dortmund gegen Langfinger" ins Leben gerufen. Auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt sorgen Polizisten in Zivil und in Uniform für Sicherheit und Aufklärung. Auch dieses Jahr ist die mobile Wache wieder vor Ort.
Neu sind jedoch die Flyer, die vom Kommissariat Vorbeugung verteilt werden. Für die Kleinen gibt es Luftballons mit dem passenden Logo und an vielen Ständen sieht man Plakate, die auf die Aktion aufmerksam machen. Hier dreht sich wirklich alles um die Vorbeugung. Wichtige Fragen sollen beantwortet werden: Wie kann ich mich vor Taschendieben schützen? Kann ich den potentiellen Dieb überhaupt erkennen? Wohin wende ich mich, falls es schon zu spät ist?
Es kann jeden erwischen
Obwohl die Anzahl der Taschendiebe in den letzten Jahren gestiegen ist, fühlen sich viele Leute einfach zu sicher. Wertsachen werden in den Rucksack gesteckt, der Reißverschluss an der Handtasche steht offen oder sie gerät beim Bezahlen mal kurz in Vergessenheit. Das macht es den Taschendieben natürlich noch einfacher. Doch dem kann man tatsächlich vorbeugen.
"Prävention bedeutet, eine Verhaltensänderung bei den Bürgern zu erreichen. Deswegen haben wir auch die Aktion 'Meins bleibt Meins - Dortmund gegen Langfinger' gestartet. Wir versuchen den Leuten klarzumachen, dass auch sie Opfer eines Taschendiebstahls werden können und sie sich entsprechend schützen müssen", so Ingo Dungs, Mitarbeiter der Projektgeschäftsführung. Er ist für die konzeptionelle Umsetzung des Projekts zuständig.
Portem nnaie, Sc lüssel, Han y, Au weis… Schon was weg?
Die fehlenden Buchstaben auf den Flyern der Polizei sollen bei den Leuten Fragen und Assoziationen zum Thema Diebstahl hervorrufen. Wenn die Leute dann etwas Genaueres erfahren möchten, ist die Polizei vor Ort und möchte vernünftig aufklären.
Das Besondere an diesem Projekt ist die innere und äußere Vernetzung der Projektteilnehmer. Die Polizei Dortmund kooperiert mit den Dienststellen untereinander – im Vordergrund steht hier das Kommissariat Vorbeugung. Das Projekt kommt aber nur durch die Zusammenarbeit mit anderen Kooperationspartnern, wie zum Beispiel den Verkehrsbetrieben, der Stadt Dortmund, dem Ordnungsamt und der Bundespolizei zustande. Sogar der BVB macht bei Bundesligaspielen Werbehinweise für die Dortmunder Aktion.
Vorbereitung für die WM
Das Projekt "Meins bleibt Meins – Dortmund gegen Langfinger" wird von der Universität Bielefeld wissenschaftlich begleitet. Die Polizei Dortmund will wissen, ob ihre Botschaft bei den Leuten ankommt. Sie erwartet Rückschlüsse, die für andere Großveranstaltungen wie zum Beispiel die kommende Fußballweltmeisterschaft wichtig sein könnten. Auch dort kann sie dann vor Ort wichtige Tipps weitergeben, die hier auf dem Weihnachtsmarkt wohl schon manchem den Taschenklau erspart haben. Also, auch in den letzten Tagen vor Weihnachten gilt: Augen auf und die Wertsachen nah am Körper, möglichst in den Jackeninnentaschen, tragen.
Fotos: Britta Naglik
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