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Tierisches auf dem Campus

Grüne Oase Campus: Tiere fühlen sich hier wohl.

(InDOpendent) Mit den ersten Sonnenstrahlen am Morgen erwacht der Dortmunder Campus zum Leben. Aber nicht nur Studenten bevölkern die Wiesen, sondern auch zahlreiche Tiere.

 

Einige Tiere können ihre Anwesenheit auf dem Campus nicht verheimlichen. Maulwürfe graben fleißig ihre Tunnel, zahlreiche Kaninchen flitzen herum. "Die sind eine richtige Plage", sagt Uni-Gärtnermeister Friedrich Schmidt. Seit fast 30 Jahren betreut er die Grünflächen auf dem Dortmunder Campus. Insgesamt sind das rund 130.000 Quadratmeter Rasen- und Gehölzfläche.

 

Gärtnermeister Friedrich Schmidt ist Herr
über die Grünflächen der Uni.

Und gerade auf die Grünflächen haben es die Kaninchen abgesehen. "Die Tiere knabbern alles an und hinterlassen  überall ihren Kot", erklärt Schmidt. Wenn sich die Kaninchen zu schnell vermehren, werden sie erschossen. "Dafür haben wir unsere Jagdpächter", sagt der Gärtnermeister.

 

Maulwürfe unter Naturschutz

 

Auch die Maulwürfe haben die Grünflächen für sich entdeckt. Da die Tiere blind sind, kann es auch schon mal sein, dass ihre Hügel nicht nur auf der Wiese entstehen. Das Ergebnis: angehobene Pflastersteine. So ärgerlich das auch sein mag, dagegen lässt sich kaum etwas machen, denn Maulwürfe stehen unter Naturschutz. Gärtnermeister Schmidt weiß sich aber trotzdem zu helfen: "Es gibt bestimmte Steine, deren Geruch sie nicht mögen. Dadurch verschwinden die von ganz alleine." Wie viele Kaninchen und Maulwürfe auf dem Campus leben, lässt sich kaum schätzen.

 

Nistkästen für die Vögel

 

Ein weiteres Problem seien die Ratten, berichtet der Gärtnermeister: "Das unterirdische Kanalsystem ist ein guter Zufluchtsort. An Stellen, an denen Ratten häufig auftauchen, müssen wir Köderboxen mit Gift auslegen."

 

 

Kaninchen fühlen sich besonders wohl auf dem Campus. 

Andere Tiere sind dagegen gern gesehen. So zum Beispiel die zahmen Eichhörnchen am Campus Süd, die sich auch gerne mal füttern lassen.

Besonders angetan ist Schmidt aber von den heimischen Singvögeln, wie Rotkehlchen, Meise, Eichelhäher und Grünspecht. Für die Vögel wurden sogar extra Nistkästen aufgehangen. "Ich beobachte auch gerne die Enten und Teichhühner am See beim Sprachenzentrum", erzählt der Gärtnermeister.

 

Geheimtipp Tal

 

Und in dem Tal zwischen Campus Nord und Campus Süd gibt es sogar ein echtes Naturparadies. Wer etwas Glück hat, kann hier Rehe, Hirsche, Marder, Wiesel und auch Füchse beobachten. Ein ausgedehnter Spaziergang lohnt sich also.

 

FOTOS: Anne Schumann, Julia Seifert

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VON ANJA SCHUMANN

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