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Entwicklung der Computerviren


Nicht erst seit gestern werden PC-User von lästigen Computerviren genervt. Die Festplatten-Killer sind fast so alt wie der Computer selbst. 

 

 

 Ausschlag? Pocken? Viren?

1982

Der erste Computer-Virus tritt auf den Plan. Damals war die Computerschrift noch grün und die ersten Viren das Werk von Top-Programmierern.

1986

„USA under attack“. Der Computervirus „Brain“, der in Pakistan entwickelt wurde, greift amerikanische Computernetzwerke an. Eine der ersten groß angelegten Viren-Attacken macht die Welt auf ein neues Problem aufmerksam: Computer sind verletzlich.

 

 

1987

Der Virus „Jerusalem“ aus Israel nervt die Computernutzer, weil er sich im Arbeitsspeicher festsetzt. Wenig später befällt der „Stoned“-Virus Disketten. Neuseeländische Studenten hatten ihn mit viel Einfallsreichtum entwickelt - und verbreitet.

 

1988

Zwei Premieren: Der erste Internet-Wurm schlängelt sich durch über 6000 Computer. Doch es wird auch die erste Anti-Viren-Software entwickelt.

 

1991

Ein schöner Name, eine unschöne Wirkung: „Michelangelo“ treibt sein Unwesen. Gleichzeitig ist das Jahr 1991 der Beginn des Baukasten-Prinzips: Viren können nun auch von Laien zusammengeschustert werden.

 

1994

„Kaos5“ hält, was sein Name verspricht. In Diskussionsforen taucht er auf und verbreitet sich über das Internet - der Beginn einer neuen Ära.

 

1995

 „Concept“, so heißt der erste Makro-Virus. Er gelangt auch über Dokumente, nicht mehr nur über Programme in die Computersysteme.

 

1997

Chatten wird gefährlich: Die ersten Viren lauern in Chatrooms.

 

 

 Es kann jeden treffen

1998

Die vielen kursierenden Viren können nun auch dem Computer selbst schaden - nicht mehr nur die Software, auch die Hardware wird nun in Mitleidenschaft gezogen. „W95.CIH“ überschreibt das BIOS der PCs und vernichtet Daten und Nerven.

 

1999

David L. Smith, der Erfinder des „W97.Melissa“-Virus wird festgenommen. Sein „Baby“ hatte sich rasant verbreitet und Computer in aller Welt infiziert. Server müssen abgeschaltet werden.

 

2000

Was sich wie eine Liebeserklärung liest, birgt Gefahr: „I love you“ zieht um die Welt und hunderttausende Computer verfallen dem „Liebesvirus“.

 

2001

Würmer werden zur Mode. Über e-mails pflanzen sie sich fort und tarnen sich mit fragwürdig erotischen Titeln wie „Naked Wife“ oder „Anna Kurnikowa“.

 

2002

Über 50.000 Viren sind im Internet unterwegs. Jede Virusattacke richtet durchschnittlich 8000 Euro Schaden an. Viren gehören für jeden User inzwischen zum Alltag im Internet.

 

2004

Ein Rekordjahr für Computerviren. Online-Banker zittern vor der unbemerkten Abbuchung ihrer Kontoguthaben und Enttarnung ihrer Kennwörter - doch inzwischen ist fast jeder PC mit einer Anti-Viren-Software ausgerüstet.

 

Fotos: Radü




 
   

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