Céad Mile Fáilte!
![]() Auf zur grünen Insel... |
...das ist irisch und heißt: tausendmal willkommen - zum donews-Blog aus Irland. Für donews berichtet aus Dublin Sönke Klug in loser Folge über Abenteuer des Erasmus-Studiums zwischen Pubs und Parks, zwischen Klippen und Küsten. Über das Irland aus der Kerrygold-Werbung, über das Friedensprozess-Irland, über das Irland, das über Nacht reich wurde. Oder es schon immer war.
20.02.06 13:31 Uhr.
Wohn(t)raum
Zum Zelten ist es zu kalt. Für die Iren vielleicht nicht, die gehen um diese Jahreszeit auch baden ("Die Irische See ist jetzt viel wärmer als im Sommer!"), aber für den durchschnittlichen Kontinentaleuropäer ist es definitv kein Camping-Wetter.Wohn(t)raum
Was unweigerlich die Wohnungsfrage aufwirft.
Und das ist eine Frage, auf die es in Dublin keine leichten Antworten gibt. Wer ein Dach über dem Kopf möchte, egal wie, kann mindestens grob 400 Euro pro Monat einplanen. Weiter draußen ist es etwas billiger, dafür sind die Pendler auf den Bus angewiesen und der
a) kommt manchmal nicht,
b) hält manchmal nicht und
c) kostet mindestens 15 Euro in der Woche (Studententicket? Gibt's nicht).
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| Klein, aber mein. |
Das Höllenfeuer der Wohnungssuche in Dublin wird von drei Seiten angeheizt: Der wirtschaftliche Boom hat das Preisniveau rasant steigen lassen (Irland ist das prosperierendste Land der EU), Wohnraum ist enorm knapp in Dublin und Massen von Iren, einheimischen und ausländischen Studenten und Einwanderern sind auf der Suche.
Was dazu führt, dass irische Studenten mit Eltern in Dublin fast gezwungen sind, bis zum Ende des Studiums im Hotel Mama wohnen zu bleiben. Der Wohungssuche will und kann sich hier kaum einer aussetzen.
Die Ringe unter den Ringen unter den Augen unserer belgischen Kommilitonen, die nach zwei Wochen immer noch kein Dach über dem Kopf gefunden hatten, waren schon bedenklich. Und die Hostel-Uhr tickt: 20 Euro pro Nacht. In der Hinsicht haben Malte (Kollege B) und ich unglaubliches Glück gehabt, weil wir im Vorhinein eines der letzten Wohnheimzimmer im National College of Ireland ergattern konnten.
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Das NCI: Business & Banker, wir wohnen |
Für Irland unglaublicher Luxus: Hier gibt's für jeden ein Einzelzimmer mit kleiner Naßzelle, wir teilen uns Wohnzimmer und Küche mit vier der nettesten Amerikaner, die Irland je gesehen hat. Der kulturelle Austausch geht so: Sie bringen uns seltsame Spielchen mit Bier und Plastikbechern bei und lernen von uns unglücklicherweise und unbeabsichtigt unschöne Wörter, die man sagen könnte, wenn einem beim Abwaschen das Handtuch runterfällt.
Und die armen Belgier? Sind dann doch noch im Wohnheim gelandet.
Geschrieben von: Stefan -
(E-Mail) am 23.02.06 12:51 Uhr.
Klasse! Selten eine so prägnante und kompetente Wohnungsführung erlebt. Ich nehme die Wohnung, wenn Du ausziehst!
Klasse! Selten eine so prägnante und kompetente Wohnungsführung erlebt. Ich nehme die Wohnung, wenn Du ausziehst!
Geschrieben von: Marcus -
(E-Mail) am 23.02.06 15:56 Uhr.
...denn zu kalt zum Zelten ist es auch in Praha. Zumindest für Besucher. Die Prager bzw. Pragerinnen tragen auch gern mal Shorts bzw. Minirock, solange der Schnee nicht zu kalt ist. Sie sind eben nicht ganz durchschnittliche Kontinentaleuropäer.
Wohnheimzimmer gibt es hier zur Genüge, was auch daran liegt, dass jeder, der irgendwie kann, auszieht und sich etwas eigenes sucht. Die sechs Plattenbauten haben sich einfach ein bisschen zu sehr den Charme des real existierenden Sozialismus erhalten.
Doch Wohnungssuche ist nicht schwer, und für den Preis eines Dortmunder Wohnheimzimmers findet man auch ein WG-Zimmer mit verträglicher Ostalgie-Dosis etwas außerhalb des Zentrums. Dorthin kommt man mit Tram und Metro, und die
a) fahren immer, die Tram sogar nachts mindestens alle halbe Stunde,
b) halten immer - nur ob man rein kommt, kann zur Rush-Hour auch ein Test für die allgemeine körperliche Fitness sein, und
c) kosten für Studenten bis 26 Jahren etwa 22 Euro. Im Quartal.
Gruß aus der goldenen Stadt auf die grüne Insel und in den grauen Pott!
...denn zu kalt zum Zelten ist es auch in Praha. Zumindest für Besucher. Die Prager bzw. Pragerinnen tragen auch gern mal Shorts bzw. Minirock, solange der Schnee nicht zu kalt ist. Sie sind eben nicht ganz durchschnittliche Kontinentaleuropäer.
Wohnheimzimmer gibt es hier zur Genüge, was auch daran liegt, dass jeder, der irgendwie kann, auszieht und sich etwas eigenes sucht. Die sechs Plattenbauten haben sich einfach ein bisschen zu sehr den Charme des real existierenden Sozialismus erhalten.
Doch Wohnungssuche ist nicht schwer, und für den Preis eines Dortmunder Wohnheimzimmers findet man auch ein WG-Zimmer mit verträglicher Ostalgie-Dosis etwas außerhalb des Zentrums. Dorthin kommt man mit Tram und Metro, und die
a) fahren immer, die Tram sogar nachts mindestens alle halbe Stunde,
b) halten immer - nur ob man rein kommt, kann zur Rush-Hour auch ein Test für die allgemeine körperliche Fitness sein, und
c) kosten für Studenten bis 26 Jahren etwa 22 Euro. Im Quartal.
Gruß aus der goldenen Stadt auf die grüne Insel und in den grauen Pott!



Danke, Sönke, für den eindrucksvollen Video-Rundgang durch euer Appartment. Welch' Glück, dass euch Bryan bei der Wohnungssuche helfen konnte!