Die "Metropole Ruhr" als Messe-Erlebnis
Sie gilt als wichtigste Messe für Gewerbe-Immobilien: Die Expo Real in München. Vom 10. bis 12. Oktober öffnet sie zum achten Mal ihre Pforten. Regionen, die ihr zukünftiges Heil in Dienstleistungs- und anderen innovativen Sparten sehen, stellen sich hier vor. Das Ruhrgebiet ist zum vierten Mal dabei – in diesem Jahr allerdings zum ersten Mal unter neuem Label. Messestand 330/430, Halle B 1: "Metropole Ruhr".
|
So soll sich die "Metropole Ruhr" präsentieren. |
Alle unter einem Dach: Unter diesem Motto wollen sich die großen Städte des Ruhrgebiets in einigen Wochen auf der Expo Real mit einem gemeinsamen Messestand präsentieren. "Wir wollen das Selbstverständnis der Region als attraktiven Immobilienstandort demonstrieren", so Heinz-Dieter Klink, Direktor des Regionalverbandes Ruhr. Zum ersten Mal werde der Messeauftritt des Ruhrgebiets dabei unter dem Label "Metropole Ruhr" stehen. "Denn die neuen Zahlen zeigen, dass das Ruhrgebiet gleich anders wahrgenommen wird, wenn es gemeinsam als 'Metropole Ruhr' auftritt", so Klink weiter.
Ein Immobilienstandort macht sich
Die neuen Zahlen - sie entstammen einer Makroanalyse, die der "Metropole Ruhr" bescheinigt, den Anschluss an etablierte Immobilienhochburgen geschafft zu haben. Die Analysten von "Cubion Immobilien" und "Consulticon" heben drei Aspekte besonders hervor: Zum ersten die rege Neubautätigkeit im Revier - 2004 waren es 166 000 Quadratmeter, ein Drittel mehr als in Düsseldorf. Zweitens die geringe Leerstandsquote der Immobilien von 4,2 Prozent - in München sind es derzeit 11,6 Prozent. Drittens den hohen Anteil von Eigennutzern - lediglich in München belegen Eigennutzer absolut gesehen die gleiche Fläche von rund 50 000 Quadratmetern. Die Metropole Ruhr, so das Fazit der Experten, sei "auf dem Vormarsch" und brauche den Vergleich mit anderen deutschen Immobilienhochburgen wie München, Frankfurt, Berlin, Hamburg und Düsseldorf nicht scheuen.
|
Die "Metropole Ruhr" (brauner Balken) mausert sich. |
Kirchturmdenken ist passé
Eine Entwicklung, zu der es ohne die Zusammenarbeit der Städte und Kreise des Ruhrgebiets nie gekommen wäre. "Die vergangenen drei Jahre haben gezeigt, dass das Auftreten unter einem gemeinsamen Dach Erfolg hat und dass interkommunale Zusammenarbeit Basis für eine breite und attraktive Marketingplattform sein kann - jenseits des Kirchturmdenkens der Vergangenheit", urteilt der Gelsenkirchen Oberbürgermeister Frank Baranowski. Beispiele für erfolgreiche Kooperationen in der Metropole Ruhr seien die "Neuen Schlosslagen" im Städtedreieck Essen, Bochum und Gelsenkirchen oder der Last Mile Logistik Park der Städte Gelsenkirchen, Herne und Herten.
Neues Image fürs Revier
Der "metropole Anspruch des Ruhrgebiets" auf der Expo Real soll nach den Worten von Prof. Karl-Heinz Petzinka, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der THS GmbH, seinen Ausdruck auch im Gesamtbild des Messestandes in München finden. 752 Quadratmeter soll der 850 000 Euro teure Stand umfassen, orangefarben soll er überdacht sein. "Die Farbe steht für Fröhlichkeit und soll nicht zuletzt das große Selbstbewusstsein des Ruhrgebiets symbolisieren", so Petzinka. Im neu konzipierten Ambiente soll dem Fachpublikum - Investoren aus aller Herren Länder - ein neues Revier-Gefühl vermittelt werden: Nicht einzelne Städte stellen sich und ihre Standortqualitäten vor, sondern die Metropole Ruhr als Ganzes.
Fotos: PR
